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Defizit kein Anlass zur Sorge

Der Wirtschaftsplan der Peißenberger Gemeindewerke für 2021 kalkuliert mit einem Gesamtdefizit  von 713 000 Euro. Besteht Anlass zur Sorge? „Nein“, versichert die Leitung des Kommunalunternehmens (KU). Die Zahl, so heißt es, sei wenig aussagekräftig, außerdem sei der Etat bewusst konservativ konzipiert worden.

Die Etatplanung bei den Gemeindewerken für das Wirtschaftsjahr 2021 ging bereits im Oktober 2020 über die Bühne. Elf Betriebssparten und fünf Firmenbeteiligungen mussten dabei finanziell abgebildet werden. „Das ergibt ewig viele Einzelpositionen“, berichtet KU-Chefin Ingrid Haberl im Gespräch mit der  Heimatzeitung. Der Etat beinhaltet dementsprechend viele Variablen, die sich in der Breite der Geschäftsfelder kumulieren. Das heißt, dass das ausgewiesene Gesamtergebnis nicht mehr als eine vage Prognose sein kann: „Wir kommen selten bei dem Wert raus, den wir geplant hatten“, erklärt Haberl. Im Planvollzug, so zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahresabschlüsse, schneiden die Werke meist wesentlich besser ab. Grund hierfür ist die vorsichtige und eher zurückhaltende Kalkulation der  Etatansätze. 2019 zum Beispiel rechnete man mit einem Defizit von über einer Million Euro. Am Ende landete man jedoch bei 310 000 Euro – wohlgemerkt im Plusbereich. Haberls Einschätzung zur   wirtschaftlichen Gesamtlage fällt denn auch positiv aus: „Wir verfügen über stabile und geordnete Finanzen.“

Doch die Rahmenbedingungen für die Werke sind nach wie vor nicht einfach – und das liegt laut Haberl auch am „Grundzuschnitt“ des Aufgabenspektrums. Die KU-Chefin meint damit den Umstand, dass die Betriebssparte „Rigi-Rutsch’n“ mit ihrem jährlichen Bäderpark-Defizit die Gesamtbilanz stark beeinträchtigt. Die Folge: „Die Gemeindewerke können im Mittel nicht das erwirtschaften, was sie ausgeben“, konstatiert Haberl. Die Devise lautet deshalb, Gewinnsparten ausbauen und neue hinzugewinnen: „Das ist unser Plan“, so Haberl. Ein Beispiel: Der Einstieg in den Geschäftsbereich „Erdgas-Vertrieb“, der im Wirtschaftsplan 2021 mit einem positiven Ergebnis von 70 000 Euro ausgewiesen ist.

Des Weiteren konzipiert man sogenannte Quartierslösungen zur Strom- und Wärmeerzeugung wie in der im Bau befindlichen Wohnbausiedlung „Sonnencarré“ an der Bergwerkstraße. Ähnliche Projekte will man im Zuge der Bebauungen auf dem ehemaligen Finsterwalder-Anwesen an der Eberstraße und auf dem MTP-Gelände realisieren. Auch das ambulante Rehabilitationszentrum im Gesundheits- und Bäderpark soll als Tochterunternehmen bald Gewinne abwerfen. Dennoch: „Man kann natürlich nicht unzählige Betriebssparten aufmachen. Da ist man limitiert“, weiß Haberl. Die Werke werden laut Wirtschaftsplan heuer knapp sechs Millionen Euro in Investitionsprojekte stecken. Die Finanzierung läuft zum Großteil über Fremdkapital. Doch Haberl unterscheidet: „Für die Darlehen und Ausgaben schaffen wir bilanzielle Gegenwerte.“ Die KU-Chefin verweist unter anderem auf die weitere Umstellung von Stromfreileitungen auf Erdkabel, auf den Bau des neuen Trinkwasserhochbehälters samt Zu- und Ableitungen sowie auf die technische Aufrüstung der Kläranlage mit einer Rechenwaschpresse. Und wie beurteilt Haberl die Zukunft der Gemeindewerke? „Durchaus positiv.“ Es sei für kleine Kommunalwerke zwar „anstrengend“ sich im Wettbewerb zu behaupten und sich auf dem freien Markt zu positionieren, „aber man kann es schaffen“. Voraussetzung dafür sei allerdings, „dass man sich immer weiterentwickelt“. Insgesamt sei man bei den Werken in den vergangenen Jahren „gut vorangekommen“. Der Trend sei absolut positiv: „Ich hoffe auf neue Stromkunden im Landkreis und darauf, dass uns die alten die Treue halten“, erklärt Haberl. Die soziale Ausrichtung des Unternehmens – wie eben der Betrieb eines Freibads – könne das Kommunalunternehmen nur mit breitem Rückhalt in der Bevölkerung leisten.

Presse: Weilheimer Tagblatt
Redakteur: Bernhard Jepsen