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„Neue Pflänzchen“ bringen Geld

Laut Wirtschaftsplan werden die Peißenberger Gemeindewerke das Geschäftsjahr 2020 voraus-sichtlich mit einem negativen Gesamtergebnis von 935 000 Euro abschließen. Dennoch: Werkleiterin Ingrid Haberl sieht das Kommunalunternehmen (KU) auf einem guten Weg. Die Lage sei jedenfalls stabil.

Die Gemeindewerke rangieren derzeit in der Verlustzone. 2018 betrug das Defizit 248 000 Euro, im Vorjahr waren es 662 000 Euro und heuer wird das Minus wohl knapp unter einer Million Euro liegen. Dafür gibt es handfeste Gründe. Ein Faktor bezieht sich auf die Rahmenbedingungen im liberalisierten Strommarkt. Die Gewinne sind im Laufe der Jahre deutlich geschrumpft. „Der Strom-Verdienst ist so gering, dass man damit kein Bad finanzieren kann“, erklärt Haberl.

Mit „Bad“ ist natürlich die „Rigi Rutsch’n“ gemeint, dessen branchenübliches Defizit jährlich von den Werken getragen werden muss. 2020 wird im Bäderpark mit einem Minus von 936 000 Euro gerechnet. Gäbe es die „Rigi Rutsch’n“ nicht, könnte das KU heuer rein theoretisch einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan vorlegen. Das Problem mit dem Bäderdefizit ist seit Jahren bekannt.

Generell versuchen die Werke, mit einem „Maßnahmenkatalog“ ihre wirtschaftlichen Gesamtergebnisse zu verbessern. Zur Strategie gehört es, neue Geschäftsfelder – oder wie es Haberl bildlich formuliert – „neue Pflänzchen“ zu entwickeln. Darunter fällt zum Beispiel der Einstieg in den Betrieb des Gasnetzes. Ab Oktober wird man passend dazu die Sparte „Gas-Vertrieb“ an den Start bringen. Kunden können dann bei den Werken Gastarife abschließen. Einnahmen soll bald auch das im März 2019 in der „Rigi Rutsch’n“ eröffnete ambulante Rehabilitationszentrum generieren. Laut Haberl wird die Einrichtung im Laufe des Jahres die Gewinnschwelle überschreiten:„Die Bilanz nach einem Jahr sieht gut aus“, betont die KU-Chefin. Die Reha betreue inzwischen „durchgängig 30 Patienten“.

Intern feilt man bereits an Ausbauplänen. Im Gespräch ist auch eine fachliche Erweiterung zum Beispiel auf psychosomatische Behandlungen: „Aber das ist alles noch nicht ausgegoren“, erklärt Haberl.

Die Erweiterung und der Aufbau neuer Geschäftsfelder, aber auch die Modernisierung der bestehenden Werksinfrastruktur erfordern laufend Investitionen. Die finanziellen Mittel dafür müssen sich die Werke größtenteils extern beschaffen. Im Wirtschaftsplan 2020 ist eine Kreditaufnahme von 5,6 Millionen Euro vorgesehen. Unter anderem muss heuer aufgrund strengerer gesetzlicher Auflagen ins Wassernetz und in die Kläranlage investiert werden. Zudem steht immer noch die Auslagerung des gemeindewerkseigenen Bauhofs vom Gesamtareal an der Forster Straße auf dem Zettel. Ob es tatsächlich zur Bauhoftrennung kommt, ist aber noch nicht endgültig entschieden.

Trotz der Fremdkapitalaufnahme ist die Bilanzstruktur der Werke gesund. Die Eigenkapitalquote lag Anfang 2019 bei 38,6 Prozent: „Wir haben Gegenwerte mit einem hohen Anlagevermögen“, er-klärt Haberl: „Die wirtschaftliche Lage der Werke ist gut und stabil.“ Das Ziel der KU-Chefin ist klar formuliert:„Wir müssen mehr verdienen, um die ‘Rigi Rutsch’n‘ finanzieren zu können und nicht abhängig von der Marktgemeinde sein zu müssen – sonst ist das Ersparte irgendwann weg.“

Presse: Weilheimer Tagblatt
Redakteur: Bernhard Jepsen