Wasser für Peißenberg

gefördert aus reinstem Quellwasser

Die Wasserversorgung in Peißenberg besteht seit dem Jahre 1916. Seit dieser Zeit fließt reines Quellwasser in bester Qualität vom Eibenwald in Paterzell nach Peißenberg. Die Fördermenge dieser „Paterzeller Quelle“ beträgt jährlich rund 280.000 m³. Zusätzlich werden von den Brunnenanlagen „Burg“ und „Ammerauen“ jährlich rund 530.000 m³ Wasser über die Hochbehälter ins Wasserleitungsnetz eingespeist.

Das Wassernetz in Zahlen:

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Trinkwasser ist gesund und kostet wenig Geld

– Nutze ein regionales Lebensmittel –

Leitungswasser ist ein idealer, kalorienfreier Durstlöscher! Trinkwasser ist ein wertvolles Lebensmittel und kann den Flüssigkeitsbedarf hervorragend decken. Aus der Leitung ist das Wasser dabei circa 100 mal preiswerter als gekauftes Mineralwasser und genauso empfehlenswert. Wer auf diese Weise die Herstellung und den Transport von Mineralwasserflaschen vermeidet, entlastet außerdem die Umwelt und schont das Klima.

TIPP: Wasser, das in den Rohren stand, ist nicht mehr frisch. Langes Verweilen in der Leitung begünstigt eine mögliche Verkeimung und die Übertragung von Stoffen aus den Armaturen. Wasser zum Trinken oder Kochen deshalb immer erst mal so lange laufen lassen, bis es kühl aus dem Hahn kommt. Das kann bis zu 30 Sekunden dauern. Der erste Wasserschwall morgens oder nach dem Urlaub kann zum Blumengießen, Spülen oder Putzen benutzt werden. Quelle: www.verbraucherzentrale.de

Etwa 125 Liter Wasser verbraucht jede:r von uns pro Tag fürs Waschen, Kochen – und natürlich zum Trinken. In Peißenberg kommt das Leitungswasser in bester Trinkqualität aus unseren Hähnen.

Wasserhärte

– Wasser verstehen, Qualität genießen –

Wasser ist nicht gleich Wasser: Je nachdem, wie viele Mineralien wie Calcium und Magnesium gelöst sind, spricht man von weichem, mittelhartem oder hartem Wasser. Hartes Wasser kann zu Kalkablagerungen führen, die Geräte und Leitungen beeinträchtigen. Durch gezielte Aufbereitung lässt sich die Wasserhärte reduzieren und damit Schäden sowie Ablagerungen vorbeugen.

Der Härtegrad des Trinkwassers unterscheidet sich je nach Region erheblich. Die Unterschiede der verschiedenen Härtebereiche sind immens. Je nach Wert der Gesamthärte müssen im Umgang mit Haushaltsgeräten, Lebensdauer der Rohrleitungen oder dem Geschmack Einflüsse der Härtebildner berücksichtigt werden.

Der nachgewiesene Härtebereich in Peißenberg liegt zwischen 20,4 und 22,2 °dh. Der Wert entspricht einem harten Trinkwasser.

Umgang mit Wasser

– Wasser bewusst nutzen –

Unsere Wasserschutzgebiete sind mehr als nur ein Stück Natur – sie sind die Quelle für unser Trinkwasser und damit ein Schatz, den wir gemeinsam bewahren müssen.

Verwaltungsgebäude der Gemeindewerke Peißenberg an einem sonnigen Tag.

Persönliche Beratung

Bei Fragen oder Terminanfragen wenden Sie sich bitte an

Georg Haser

Telefon: 08803 690-272

Christoph Reichhart

Telefon: 08803 690-269

FAQ

– Wasser. Ihre Fragen, unsere Antworten –

In den Medien wird regelmäßig über die Boden- oder Grundwasserbelastung durch poly- und perfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) berichtet. Das Trinkwasser in Peißenberg wird regelmäßig durch die Gemeindewerke Peißenberg KU auf PFAS-20-Stoffe untersucht. Im Peißenberger Trinkwasser sind keine PFAS nachweisbar.

Der Nitratgehalt des Peißenberger Trinkwassers beträgt im Ortsteil Dorf 14,0 mg/l und im Ortsteil Wörth 11,0 mg/l und liegt damit unter dem Grenzwert von 50 mg/l der Trinkwasserverordnung.

Das Peißenberger Trinkwasser wird regelmäßig kontrolliert und entspricht den gesetzlich vorgeschriebenen Bestimmungen. Es hat eine einwandfreie Qualität. Vorsorglich wird das abgeleitete Trinkwasser aus der Quelle sowie das zutage geförderte Trinkwasser aus den Brunnen mit UV-Licht bestrahlt.

Wasserversorgungsunternehmen müssen bei der Herstellung, Änderung, Instandsetzung oder Wartung von Trinkwasseranlagen der Anschlussnehmer (= Hausinstallation) prüfen, ob das Installationsunternehmen in ein Installateurverzeichnis eingetragen ist. Nicht jedes Wasserversorgungsunternehmen muss ein eigenes Installateurverzeichnis vorhalten. Möglich ist auch die Eintragung in ein Installateurverzeichnis eines anderen Wasserversorgungsunternehmens.

Nein. Das Peißenberger Trinkwasser muss grundsätzlich nicht enthärtet werden. Calcium und Magnesium sind aus gesundheitlicher Sicht im Trinkwasser sogar wünschenswert. Das Trinkwasser kann bedenkenlos verwendet werden.

Die Gemeindewerke Peißenberg KU sind für das Leitungsnetz, die Anschlussleitung bis zur Hauptabsperrarmatur sowie den Wasserzähler zuständig. Ab dem Wasserzähler sind Sie als Hauseigentümer verantwortlich und müssen Schäden durch ein Installationsunternehmen beheben lassen. Bitte wenden Sie sich bei einem solchen Rohrbruch an die zuständigen Handwerker oder an Ihre Hausverwaltung.

Tritt Wasser aus dem Boden auf der Straße aus, kann es sich um einen Rohrbruch im Wassernetz handeln. Bitte informieren Sie unseren Bereitschaftsdienst umgehend telefonisch unter 0171 – 8554605. Wir sind rund um die Uhr für Sie erreichbar!

Nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) werden die Härtebereiche des Trinkwassers wie folgt unterteilt:

Härtebereich weich:
weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (geringer als 8,4 °dH)

Härtebereich mittel:
1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (zwischen 8,4 °dH und 14,0 °dH)

Härtebereich hart:
mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (höher als 14,0 °dH)

Peißenberg

  • Ortsteil Dorf: Härtebereich hart, 22,2 °dH
  • Ortsteil Wörth: Härtebereich hart, 20,4 °dH

– Wassergebühren. Wir beantworten Ihre Fragen –

Die Versorgung mit Wasser und Abwasser ist Teil der Daseinsvorsorge. Die Gebühren sind kostenbasiert und nicht gewinnorientiert. Über- oder Unterdeckungen der vergangenen vier Jahre werden im aktuellen Kalkulationszeitraum (2026 – 2029) ausgeglichen. Auch Investitionsmaßnahmen in diesem Zeitraum werden einkalkuliert.

Ungeplante Ausgaben sowie nicht einkalkulierte Kostensteigerungen der letzten vier Jahre müssen im nächsten Bemessungszeitraum ausgeglichen werden. Hierzu zählen unter anderem Investitionskosten beim Hochbehälter „Schweiber“, die Chlorung 2024, die Anschaffung der UV-Filteranlagen sowie steigende Personal- und Materialkosten.

Die Zählergrundgebühr beträgt künftig 120,00 Euro pro Jahr. Die Gebühr für 1.000 Liter (1 m³) Wasser beträgt 3,69 Euro, für Abwasser 3,20 Euro. Die Abgabe pro m² Niederschlagswassergebühr liegt bei 0,79 Euro. Diese Angaben stellen Nettowerte dar.

Die neuen Gebühren werden zum 01.01.2026 wirksam und gelten bis zum 31.12.2029.

Die Kosten für Wasser und Abwasser werden auf der Homepage der Gemeindewerke Peißenberg KU unter „Download – Aktuelles – Wasser“ veröffentlicht und im Rahmen der Jahresgebührenbescheide ausgewiesen. Für Niederschlagswasser wird Anfang des Jahres 2026 ein neuer Gebührenbescheid erstellt und verschickt.

Bei einem Einpersonenhaushalt mit einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von 48 m³ pro Jahr bedeutet dies etwa 14,00 Euro Mehrkosten pro Monat. Ein Einfamilienhaus mit einem geschätzten Verbrauch von 140 m³ liegt monatlich etwa 31,00 Euro höher.

Dazu benötigen Sie Ihren individuellen Wasserverbrauch in m³. Diesen können Sie zum Beispiel Ihrem letzten Gebührenbescheid entnehmen. Der Verbrauch wird mit den neuen Preisen pro m³ multipliziert. Hinzu kommt die Grundgebühr. Diese Summe kann anschließend mit dem letzten Gebührenbescheid verglichen werden.

Durch sparsamen Wasserverbrauch können die Gebühren für den Endverbraucher gesenkt werden. Jede Einsparung reduziert direkt die Wasser- und damit auch die Abwassergebühren auf dem Jahresgebührenbescheid. Allerdings führt ein insgesamt sinkender Wasserverbrauch in Peißenberg dazu, dass die gleichen Gesamtkosten auf eine geringere Menge umgelegt werden. Dadurch kann der kalkulierte Kostenanteil pro m³ in der nächsten Kalkulationsperiode steigen.

Eine erneute Kalkulation erfolgt zum Stichtag 01.01.2030 für den Zeitraum 2030 – 2033.

Der Großteil der Kommunen orientiert sich an dieser Kalkulationsregel. Grundsätzlich gilt der Grundsatz der Konstanz. Das bedeutet, dass die Zeiträume nicht beliebig verändert werden dürfen. Die Entscheidung über den Kalkulationszeitraum wird vom Gemeinde- und Verwaltungsrat verabschiedet. Bei großen Unterdeckungen hilft ein längerer Zeitraum, da die aufgelaufenen Kosten über mehrere Jahre gestreckt werden können.

Grundsätzlich ja – sollten sich im nächsten Bemessungszeitraum unerwartete Überschüsse ergeben. Diese wären gemäß Überdeckungsverbot auszugleichen.

Grundsätzlich ja – sollten sich im nächsten Bemessungszeitraum unerwartete Überschüsse ergeben. Diese wären gemäß Überdeckungsverbot auszugleichen.

Die aktuelle Handhabung regelt die Kostenverteilung anhand des individuellen Wasserverbrauchs. Das bedeutet, dass jeder seine Kosten durch den eigenen Verbrauch steuern kann. Bei Mietern erfolgt die Verrechnung des Wasserverbrauchs über die Nebenkostenabrechnung des Vermieters.

Ja, die Anpassung betrifft alle Wasseranschlüsse im Versorgungsgebiet der Gemeinde Peißenberg. Ausnahmen bestehen beispielsweise beim Wegfall der Abwassergebühren, wenn das Abwasser nicht über die Kanalisation, sondern etwa über Kleinkläranlagen entsorgt wird. Grundsätzlich sind große Verbrauchsmengen – etwa bei Industriebetrieben – für alle Verbraucher hilfreich, da diese aufgrund der höheren Wassermengen einen größeren Kostenanteil tragen.

Nein. Die Kosten werden anhand der berechneten Gebührensätze gleichermaßen auf alle verteilt. In Peißenberg wird außerdem auf die einmalige Erhebung von Verbesserungsbeiträgen verzichtet, da diese nicht alle Bürger gleichermaßen betroffen hätten. Die Verteilung über verbrauchsabhängige Gebühren pro m³ stellt somit eine faire Lösung für alle Verbraucher dar.

Durch den vorübergehenden Leerstand wird in dieser Zeit wenig bis kein Wasser verbraucht. Somit fallen für Wasser und Abwasser keine verbrauchsabhängigen Gebühren an. Eine Ausnahme ist die Grundgebühr, da diese unabhängig vom Verbrauch erhoben wird.

Ein Teil der Gebührenanpassung dient dem Ausgleich der Kostenunterdeckung des letzten Bemessungszeitraums. Der andere Teil fließt in Investitionen wie den Neubau des Hochbehälters Oberbuchau, die Sanierung der Quelle Paterzell sowie die Erweiterung des Wasserschutzgebiets am Brunnen Burg. Im Bereich Abwasser sind Investitionen in eine eigene Klärschlammpresse sowie erforderliche Sanierungen im Kanalnetz vorgesehen. Diese Investitionen sowie der Anschluss des Abwassers aus Hohenpeißenberg führen langfristig zu einer Kostenentlastung. Auch laufende Betriebskosten wie Personal, Umlagen aus Verwaltung und Bauhof sowie Materialkosten (z. B. Reparaturen von Rohrbrüchen) sind in den Abgaben enthalten.

Belastbare Vergleiche zwischen Kommunen sind kaum seriös möglich. Die Kalkulationszeitpunkte, die Erhebung von Verbesserungsbeiträgen, Topologie und Geologie, die Größe der Kommune sowie der Zustand der jeweiligen Leitungsnetze unterscheiden sich stark. Ebenso variieren Personal- und Kostenstrukturen, insbesondere wenn Wasserversorgung oder Abwasserbeseitigung über Zweckverbände erfolgen. Die Gemeindewerke Peißenberg KU gehen davon aus, dass auch andere Versorger ihre Gebühren erhöhen werden.

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