Neuer Hochbehälter: Bauarbeiten im Zeitplan

Neuer Hochbehälter: Bauarbeiten im Zeitplan

Seit ein paar Wochen ist er unübersehbar, der Baukran, der oberhalb des Ortsteils „Thalacker“ am Ostausläufer des Hohen Peißenbergs über die Baumwipfel hinausragt. Die Firma Haseitl ist seit April damit beschäftigt, die neue  Trinkwasserspeicheranlage hochzuziehen. „Es sind schon einige Wanderer gekommen und haben gefragt, was da eigentlich gebaut wird“, erzählt Georg Haser, der Wassermeister der Peißenberger Gemeindewerke: „Das Interesse ist absolut da.“ Nicht zu Unrecht: Nach Fertigstellung wird der neue Hochbehälter schließlich ein wesentlicher Bestandteil in Peißenbergs Trinkwasserversorgung sein.

Die alte Anlage, die nur ein paar Meter weiter steht und zu der gleich nach dem „Schweiber“-Hof ein ausgebauter Zufahrtsweg hinführt, hat nach 51 Betriebsjahren langsam ausgedient. Der Behälter ist zwar noch voll funktionstüchtig und optisch in gepflegtem Zustand, aber er entspricht nicht mehr den modernen Technik- und Hygienestandards. Anders als bei den künftigen Edelstahlbehältern sind die Speicherkammern nicht hermetisch abgeriegelt. Laut Haser weiß man zudem nicht, welche „versteckten Mängel“ der alte Hochbehälter nach über fünf Jahrzehnten in sich birgt. Die Entscheidung für den Neubau war also aus Sicht der Gemeindewerke alternativlos.

Haser ist fast täglich auf der Baustelle. Das geht nur, weil sich sein vierköpfiges Mitarbeiterteam um den Alltagsbetrieb in der „Wassersparte“ kümmert: „Meine Leute halten mir voll den Rücken frei“, schwärmt Haser: „Das ist ein super Team.“ Auch bei den Bauarbeiten läuft bislang alles reibungslos: „Wir liegen auf alle Fälle im Zeitplan“, bestätigt Haser. Als nächstes Gewerk stehen die Zimmereiarbeiten an. Nach der Fertigstellung wird man von außen nur noch einen größeren Holzstadel wahrnehmen können. Von dem rund 525 Quadratmeter großen Betonfundament wird man dann nichts mehr sehen. Auf der Platte werden zwei langlebige Edelstahltanks installiert, deren Fertigung direkt vor Ort erfolgen wird. Dabei wird ein Schweißroboter zum Einsatz kommen, der die angelieferten Blechrollen zusammenfügt. Die beiden Behälter werden mit einem Fassungsvolumen von jeweils 1100 Kubikmeter ausgestattet sein. Der alte Hochbehälter fasst insgesamt „nur“ 2000 Kubikmeter. „Wir haben einen Puffer für ein mögliches Ortswachstum und eine Löschwasserreserve eingeplant“, erklärt Haser. Aktuell fließen täglich rund 1200 Kubikmeter Wasser vom „Schweiber“ in das örtliche Trinkwassernetz. Auch der neue Hochbehälter wird von den Quellen an der Böbinger-Ammerbrücke und der „Burg“ gespeist.

In Betrieb gehen soll der neue Hochbehälter im Frühjahr 2022. Ob sich die aktuelle Rohstoffknappheit am Ende auf die Höhe der Baukosten auswirken wird? Haser gibt bei dieser Frage Entwarnung: „Zum Glück waren wir mit den Planungen frühzeitig dran. Die Kosten werden sich nicht massiv erhöhen.“ Für ihn persönlich ist das Projekt „spannend“ und „schon etwas ganz Besonderes“: „So einen Hochbehälter baut man als Wassermeister in seiner beruflichen Laufbahn sicher nur einmal.“ Noch nicht geklärt ist übrigens, was mit der alten Anlage passiert. „Darüber werden wir uns nach der Stilllegung Gedanken machen“, kündigt Haser an. Ein Abriss würde jedoch nicht in Frage kommen: „Der wäre schlichtweg zu teuer.“

Bericht: Bernhard Jepsen
Presse: Weilheimer Tagblatt

Trinkwasser ist gesund und kostet wenig Geld – Nutzen Sie ein regionales Lebensmittel

Trinkwasser ist gesund und kostet wenig Geld – Nutzen Sie ein regionales Lebensmittel

Die Wasserversorgung in Peißenberg besteht seit dem Jahre 1916. Seit dieser Zeit fließt reines Quellwasser in bester Qualität vom Eibenwald in Paterzell nach Peißenberg. Die Fördermenge dieser „Paterzeller Quelle“ beträgt jährlich rund 280.000 m³. Zusätzlich werden von den Brunnenanlagen „Böbinger Straße“ und „Burg“ jährlich rund 430.000 m³ unbehandeltes Wasser ins Wasserleitungsnetz eingespeist.

Das Wasserleitungsnetz umfasst eine Gesamtlänge von rund 137 km. In diesem sind ca. 3.494 Wasserzähler, etwa 385 Hydranten und ca. 700 Hauptschieber im Einsatz. Jeder Peißenberger Bürger wird daraus täglich mit durchschnittlich 128 Litern Trinkwasser versorgt.

Wöchentlich werden die Gebäude, die die Quellen und Brunnen umgeben, sowie auch die jeweilige Wasserqualität von den Mitarbeitern der Gemeindewerke Peißenberg KU kontrolliert.

Das Trinkwasser ist ein wesentliches Lebensmittel mit höchsten Qualitätsansprüchen. Wichtige Mineralien, die unser Körper und Geist täglich benötigen, können in ausreichender Menge nachgewiesen werden. Dazu zählen: Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Chlorid und Sulfat. Der Nitratgehalt liegt sehr weit unter den gesetzlichen Grenzwerten. Der nachgewiesene Härtebereich liegt zwischen 15,2 und 21,9 °dh. Der Wert entspricht einem harten Trinkwasser.

Leitungswasser ist ein idealer, kalorienfreier Durstlöscher! Trinkwasser ist ein wertvolles Lebensmittel und kann den Flüssigkeitsbedarf hervorragend decken. Aus der Leitung ist das Wasser dabei circa 100 mal preiswerter als gekauftes Mineralwasser und genauso empfehlenswert. Wer auf diese Weise die Herstellung und den Transport von Mineralwasserflaschen vermeidet, entlastet außerdem die Umwelt und schont das Klima.

TIPP: Wasser, das in den Rohren stand, ist nicht mehr frisch. Langes Verweilen in der Leitung begünstigt eine mögliche Verkeimung und die Übertragung von Stoffen aus den Armaturen. Wasser zum Trinken oder Kochen deshalb immer erst mal so lange laufen lassen, bis es kühl aus dem Hahn kommt. Das kann bis zu 30 Sekunden dauern. Der erste Wasserschwall morgens oder nach dem Urlaub kann zum Blumengießen, Spülen oder Putzen benutzt werden.

Quelle: www.verbraucherzentrale.de

Zählerwechsel für Strom und Wasser

Zählerwechsel für Strom und Wasser

Auch dieses Jahr werden wir, die Gemeindewerke Peißenberg KU, wieder unterwegs sein, um die Zähler auszutauschen, deren Eichfrist sich dem Ende neigt.

Sollten Sie von einem Gerätewechsel betroffen sein, werden Sie von uns im Vorfeld schriftlich benachrichtigt. Falls Sie den Termin nicht wahrnehmen können oder einen Wunschtermin haben, dürfen Sie sich gerne vormittags unter der 08803 690-274 bei Frau Essl melden. Oder Sie senden uns eine E-Mail für Strom an strom@peissenberg.de und für Wasser an wasser@peissenberg.de zu.

Wir bitten zu diesem Termin den Weg zum Zähler freizuhalten.

Bitte geben Sie bei einer Terminvereinbarung unbedingt Ihre Telefonnummer an, damit wir Sie kontaktieren können, falls wir den Termin wegen dringender Arbeiten am Netz nicht einhalten können.

Sollte bei Ihnen ein Stromzählerwechsel anstehen, werden Sie nochmal zusätzlich zwei Wochen vor dem geplanten Termin schriftlich benachrichtigt. In diesem Schreiben ist ein fester Termin mit einem möglichen Ausweichdatum genannt. Sollte keiner dieser Termine möglich sein, dann kontaktieren Sie uns bitte auf oben genanntem Wege.

Die betroffenen Zählerwechsel sind für Sie natürlich kostenfrei.

Die Eichfristen im Überblick:

  • Analoger (mechanischer) Stromzähler = 16 Jahre
  • Digitaler Stromzähler = 8 Jahre
  • Wasserzähler = 6 Jahre

Sparsame Geräte 2021 – Strom und Wasser sparen: Es lohnt sich!

Sparsame Geräte 2021 – Strom und Wasser sparen: Es lohnt sich!

Ein niedriger Strom- oder Wasserverbrauch verursacht weniger Betriebskosten und entlastet die Umwelt. Bei vielen Geräten sind die Betriebskosten über die Lebensdauer deutlich höher als ihr Kaufpreis. Besonders sparsame Geräte sparen im Laufe der Jahre wesentlich mehr an Strom- und Wasserkosten ein als sie in der Anschaffung mehr kosten.

In Deutschland werden Anfang 2021 etwa 3.900 verschiedene Kühl- und Gefriergeräte, 900 Waschmaschinen, 1.800 Spülmaschinen, 400 Wäschetrockner und 70 Waschtrockner im Handel angeboten. Darunter gibt es einige besonders sparsame Modelle, viele mit mittlerem und leider auch noch einige mit relativ hohem Strom- und Wasserverbrauch.

Die Verbrauchsunterschiede erscheinen oft nur als „Stellen hinter dem Komma“. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Ein Beispiel:

Die sparsamste Kühl-Gefrier-Kombination mit 300 bis 400 Litern Fassungsvermögen spart gegenüber dem ineffizientesten Modell in 15 Jahren rund 900 Euro an Stromkosten ein. Der höhere Anschaffungspreis macht sich also bezahlt.

Wir haben zusammen mit dem Büro Ö-quadrat GmbH für Sie eine Broschüre zusammengestellt, woraus Sie besonders sparsame Modelle üblicher Bauarten und Größenklassen herauslesen können. Es soll als Orientierung dienen, wenn man auf niedrigen Strom- und Wasserverbrauch achten und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will. Alle Angaben basieren auf Marktdaten von Dezember 2020.

Die Broschüre finden Sie unter nachfolgen Link.

Ab 01. März 2021 gibt es das neue Energielabel für Haushaltsgeräte

Zählerstand für Strom und Wasser ablesen

Zählerstand für Strom und Wasser ablesen

Wie jedes Jahr steht bei den Peißenberger Gemeindewerken auch heuer zum Ende der Abrechnungsperiode die Ablesung für die Strom- und Wasserzähler auf dem Programm. Ein Team von zehn internen und externen Mitarbeitern wird zwischen 20. November und 14. Dezember, aufgeteilt in mehreren Tourenabschnitten, in Peißenberg unterwegs sein, um in den Haushalten die verbrauchten Kilowattstunden und Kubikmeter zu dokumentieren. Insgesamt sind es rund 10.000 Zähler, die abgelesen werden müssen: „Da kommt schon Einiges zusammen“, erklärt Vertriebsleiter Manuel Schumnik. Die Ableser, die sich an der Haustür stets ausweisen können, lesen übrigens auch bei den Verbrauchern die Stromwerte ab, die ihren Strom nicht über die Gemeindewerke beziehen. Der Hintergrund: Das Kommunalunternehmen ist als Netzbetreiber unabhängig vom jeweiligen Vertriebspartner für die Ablesung zuständig.

Die Jahresablesung findet angesichts der Corona-Pandemie unter besonderen Bedingungen statt. Das Mitarbeiterteam, das keine festen Termine vereinbart, wird mit Mund- und Nasenschutz, Einweghandschuhen sowie Desinfektionsspray ausgerüstet sein. Damit die Ablesung schnell über die Bühne gehen, bitten die Gemeindewerke darum, den Zugang zu den Zählern vor dem 20. November freizuräumen. Bei Covid-Erkrankungen im Haushalt oder bei Verdachtsfällen (Stichwort „Quarantäne“) sollten die Ableser an der Haustür freundlich abgewiesen werden. „Da sollten die Leute gegenüber unseren Mitarbeitern ehrlich und fair sein“, so Schumnik. Die Zählerwerte können dann per Selbstauskunft an die Gemeindewerke gemeldet werden. Dafür gibt es verschiedene Kommunikationsplattformen wie die Ablesekarte (die ebenso in den Briefkästen landet, wenn auch beim dritten Besuch des Ablesers niemand anwesend ist), das Internet-Kundenportal der Gemeindewerke und die E-Mail-Adresse kundencenter@peissenberg.de (Foto vom Zähler inklusive Nummer und Verbrauchsstand in den Anhang hochladen). Auch die Übermittlung über „WhatsApp“ ist ab 20. November möglich (0160 97774747).

Bericht: Weilheimer Tagblatt
Redakteur: Bernhard Jepsen

Unsere Ableser

Amselweg • Drosselweg • Finkenweg • Meisenweg • Schwalbenweg • Starenweg • Stieglitzweg • Habichtweg • Am Mühlpointfeld • Am Buchaugraben • Kirnbergl • Hubertusweg • Thalacker • Thalackerstraße • Therese-Bauerstraße • Am Talfeld • St. Michelsweg • Sulzerstraße • Spitzwegstraße • Josefsweg • Sulz • Tiefstollen • Weinhartstraße • Aitrangerweg • Alte Kohlenwäsche
Pestalozzistraße • Hörnleweg • Pürschlingweg • Enzianstraße • Flurlstraße • Blumenstraße • Lärchenstraße • Sonnenstraße • Wankstraße • Lindenweg • Gümbelstraße • Schlettstraße • Loristraße • Barbarahof • Frühlingstraße • Schollstraße • Rosenstraße • Zweigstraße • Bergmannstraße • Wörther-Kirch-Straße
Schwabenweg • Holzerstraße • Iblherstraße • Aichstraße • Aich • Im Winkel • Pollingerstraße • Weilheimerstraße • Merklweg • Lengenlocherweg • Johannisweg • Salzstadelweg • Fichterweg • Schulweg • Habergasse • Suiterweg • Karl-Stielerweg • Hauptstraße • Bergstraße • Guggenberg • Maximiliansweg • Fritz Bayerleinweg • Moosleite
Alter Bahnhof • Lausangerweg • Ludwigstraße • Schellhammergasse Forsterstraße • Auf der Leiten • Kranebitterstraße • Johann-Hirsch-Straße • Carl-von-Ossietztky-Straße • Gögerlstraße • Fendter Straße • Stammerstraße • Dornbichlweg • Burgweg

Robert Kochstraße • Pfarrer Schneiderweg • Bürgermeister-Leiboldstraße • Schleitwiesenweg • Erzgebirgstraße • Wörther Straße bis 59 • Von-Bodelschwinghweg • Fritz-Husemannweg • Wilhelm-Leuschnerweg • Von-Kettelerweg • Marie-Juchaczweg • Dominikus-Ringeisenweg • Kolpingstraße • Werdenfelserstraße • Ettalerstraße • Zieglmeierstraße • Hans-Böckler-Straße

Schnalzstraße • Rigistraße • Auerbergstraße • Westendstraße • Hochreutherstraße • Hochreuth • Stadelbachstraße • Schongauerstraße • Am Holzgarten • An der Grube • St. Georgenweg • Unterbaustraße • Bergwerkstraße • Stadelfeld • Zur Alten Berghalde • Glückaufstraße • Schachtstraße • Steigerweg

Badstraße • Grandlmoosstraße • Scheithauf • Scheithaufstraße • Föhrenstraße • Schützenstraße • Eichendorffstraße • Ganghoferstraße • Erlenweg • Birkenweg • Auenweg • Ammerweg • Wörth • Lena-Christ-Straße • Eduard-Stemplinger-Straße • Georg-Queri-Straße • Franz-Ringseis-Straße • Oskar-Maria-Graf-Straße • Ludwig-Thomma-Straße • Südendstraße • Böhmerwaldstraße • Wörther Straße ab 56/59

Baudräxlweg • Hans-Glück-Straße • Oskar Dietlmeier-Straße • Frankenstraße • Staltmayrweg • Bachstraße • Leitenweg • Dotschenfeldweg • Landesweg • Schweitzerweg • Genossenschaftsstraße • Richthofenstraße • Ebertstraße • Jahnstraße • Liebhartstraße • Güntherweg • Stammelestraße • Maistraße • Gartenstraße

Haimhausenstraße • Bavariastraße • Christoph-Bauer-Straße • Obere Au • Böbinger Straße • Rudolf-Diesel-Straße • Wilhelm-Röngten-Straße • Carl-Benz-Straße • Otto-Hahn-Straße • Karl-Mangold-Straße • Bert-Schratzlseer-Straße • Sebastian-Reitmayer-Straße • Zellerweg • Max-Planck-Straße • Feldstraße • Zugspitzstraße • Reberweg • Schachenweg • Kramerstraße • Wettersteinstraße • Alpspitzstraße • Kreuzeckstraße

Neuer Hochbehälter kann gebaut werden

Neuer Hochbehälter kann gebaut werden

Wenn alles nach Plan läuft, wollen die Peißenberger Gemeindewerke in Nähe des Schweiber-Hofs noch dieses Jahr mit den Arbeiten für einen neuen Trinkwasser-Hochbehälter (siehe Grafik) beginnen (wir berichteten). Die erste Hürde hat das vermutlich knapp zwei Millionen Euro teure Großprojekt bereits genommen.

Der Bauausschuss erteilte dem Bauvorhaben in seiner jüngsten Sitzung einhellig sein gemeindliches Einvernehmen. Nach der Planung sollen in einer stadelförmigen Einhausung zwei besonders langlebige, mit Pollenfilter ausgestattete und in sich geschlossene Edelstahldruckbehälter installiert werden. Das Fassungsvermögen wird bei 1100 Kubikmeter pro Kammer liegen. Die Grundfläche des Gebäudes, das neben der technisch veralteten Speicheranlage (Baujahr 1970) unterhalb von St. Michael errichtet werden soll, liegt bei knapp 570 Quadratmetern. Die Firsthöhe beträgt knapp zwölf Meter. Die Bauarbeiten werden vermutlich ein Jahr dauern, sodass der neue Hochbehälter voraus-sichtlich im Herbst 2021 in Betrieb gehen und die alte Speicheranlage stillgelegt werden könnte.

Presse: Weilheimer Tagblatt
Redakteur: Bernhard Jepsen

Neuer Hochbehälter fürs Peißenberger Trinkwasser

Trinkwasser aus Wasserhahn

Neuer Hochbehälter fürs Peißenberger Trinkwasser

„Die Qualität ist hervorragend. Wir liegen weit unter den Grenzwerten. Es braucht keine Aufbereitung, rein gar nix“, antwortet Georg Haser, der Wassermeister der Gemeindewerke, stolz, wenn er über die Güte des Peißenberger Trinkwassers befragt wird. Gute Wasserqualität erfordert natürlich auch eine gute technische Infrastruktur – und in diesem Bereich werden die Gemeindewerke demnächst knapp zwei Millionen Euro in einen neuen Wasserspeicher investieren.

Die Peißenberger Wasserversorgung läuft zum Teil über die Paterzeller Raffelbachquellen. Von dort aus fließen jährlich rund 280.000 Kubikmeter in Richtung Marktgemeinde. Das Quellwasser aus Paterzell läuft direkt ins 137 Kilometer lange Ortsleitungssystem. Aber es gibt noch ein zweites respektive drittes Standbein: Weitere 430.000 Kubikmeter pro Jahr werden nämlich von den Brunnenanlagen an der Böbinger Ammerbrücke und der „Burg“ über den südlich des Schweiber-Hofs gelegenen Hochbehälter ins Versorgungsystem eingespeist. Die beiden Kammern verfügen über ein Volumen von jeweils 1000 m³. Täglich fließen rund 1200 m³ aus dem Behälter in das Leitungsnetz.

Peißenberg: Jährlich 280.000 Kubikmeter aus Paterzell
Der Behälter ist zwar voll funktionstüchtig und optisch in gepflegtem Zustand, aber die 1970 errichtete Speicheranlage ist in die Jahre gekommen. Das Problem: Der Hochbehälter entspricht nicht mehr den modernen Technik- und Hygienestandards. Die beiden Speicherkammern zum Beispiel sind offen und nicht hermetisch abgeriegelt. „Nach 50 Jahren ist das Lebensende eines solchen Hochbehälters einfach erreicht“, konstatiert Haser.

Bei den Gemeindewerken hat man verschiedene Gutachten bezüglich des alten Behälters in Auftrag gegeben. Alle kamen zu dem gleichen Ergebnis: Es besteht Handlungsbedarf. Recht schnell hat sich bei den konzeptionellen Planungen herauskristallisiert, dass man einen komplett neuen Hochbehälter baut. Die Sanierung der bestehenden Bausubstanz würde zwar vermutlich um ein Drittel günstiger kommen, „aber dann haben wir die versteckten Mängel nicht behoben“, erklärt Gemeindewerksleiterin Ingrid Haberl: „Technologisch hat sich so viel getan, da ist ein Neubau deutlich nachhaltiger.“

Peißenberg: Hochbehälter-Neubau ist nachhaltiger
Eine Grobplanung für den neuen Behälter liegt bereits vor. Er soll in westlicher Richtung gleich neben dem bisherigen Standort errichtet werden. „Das ist wichtig wegen der Höhendifferenz. Es geht darum, hydraulisch möglichst wenig zu verändern“, erklärt Haser. Der Neubau soll sich in die Landschaft behutsam einfügen. Geplant ist, in einem Holzstadelbau zwei besonders langlebige, in sich geschlossene und mit Pollenfilter ausgestattete Edelstahlbehälter zu installieren. Ihre Kapazität wird dem zu erwartenden Bevölkerungswachstum angepasst und inklusive Löschwasser bei 1100 Kubikmeter pro Kammer liegen.

Peißenberg: Spatenstich wenn möglich noch heuer
Wenn möglich soll heuer noch der Spatenstich erfolgen. Nachdem der Verwaltungsrat der Gemeindewerke bereits 2019 sein Plazet für das Projekt gegeben hat und der Grundstückskauf bereits in trockenen Tüchern ist, wird demnächst mit der Eingabeplanung begonnen. Haser rechnet mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr, sodass der neue Hochbehälter 2021 in Betrieb gehen könnte. Und was wird aus dem alten Behälter? Er wird zwar nicht abgerissen, aber auf jeden Fall außer Betrieb genommen. Die Anlage als Reservedepot weiterzuführen, wäre nicht wirtschaftlich. „Wir müssten den Behälter ja dann trotzdem sanieren. Außerdem bekämen wir irgendwann auch keine Zulassung mehr“, erklärt Werkleiterin Haberl.

Presse: Weilheimer Tagblatt
Redakteur: Bernhard Jepsen

Trinkwasser aus Wasserhahn

„Neue Pflänzchen“ bringen Geld

„Neue Pflänzchen“ bringen Geld

Laut Wirtschaftsplan werden die Peißenberger Gemeindewerke das Geschäftsjahr 2020 voraus-sichtlich mit einem negativen Gesamtergebnis von 935 000 Euro abschließen. Dennoch: Werkleiterin Ingrid Haberl sieht das Kommunalunternehmen (KU) auf einem guten Weg. Die Lage sei jedenfalls stabil.

Die Gemeindewerke rangieren derzeit in der Verlustzone. 2018 betrug das Defizit 248 000 Euro, im Vorjahr waren es 662 000 Euro und heuer wird das Minus wohl knapp unter einer Million Euro liegen. Dafür gibt es handfeste Gründe. Ein Faktor bezieht sich auf die Rahmenbedingungen im liberalisierten Strommarkt. Die Gewinne sind im Laufe der Jahre deutlich geschrumpft. „Der Strom-Verdienst ist so gering, dass man damit kein Bad finanzieren kann“, erklärt Haberl.

Mit „Bad“ ist natürlich die „Rigi Rutsch’n“ gemeint, dessen branchenübliches Defizit jährlich von den Werken getragen werden muss. 2020 wird im Bäderpark mit einem Minus von 936 000 Euro gerechnet. Gäbe es die „Rigi Rutsch’n“ nicht, könnte das KU heuer rein theoretisch einen ausgeglichenen Wirtschaftsplan vorlegen. Das Problem mit dem Bäderdefizit ist seit Jahren bekannt.

Generell versuchen die Werke, mit einem „Maßnahmenkatalog“ ihre wirtschaftlichen Gesamtergebnisse zu verbessern. Zur Strategie gehört es, neue Geschäftsfelder – oder wie es Haberl bildlich formuliert – „neue Pflänzchen“ zu entwickeln. Darunter fällt zum Beispiel der Einstieg in den Betrieb des Gasnetzes. Ab Oktober wird man passend dazu die Sparte „Gas-Vertrieb“ an den Start bringen. Kunden können dann bei den Werken Gastarife abschließen. Einnahmen soll bald auch das im März 2019 in der „Rigi Rutsch’n“ eröffnete ambulante Rehabilitationszentrum generieren. Laut Haberl wird die Einrichtung im Laufe des Jahres die Gewinnschwelle überschreiten:„Die Bilanz nach einem Jahr sieht gut aus“, betont die KU-Chefin. Die Reha betreue inzwischen „durchgängig 30 Patienten“.

Intern feilt man bereits an Ausbauplänen. Im Gespräch ist auch eine fachliche Erweiterung zum Beispiel auf psychosomatische Behandlungen: „Aber das ist alles noch nicht ausgegoren“, erklärt Haberl.

Die Erweiterung und der Aufbau neuer Geschäftsfelder, aber auch die Modernisierung der bestehenden Werksinfrastruktur erfordern laufend Investitionen. Die finanziellen Mittel dafür müssen sich die Werke größtenteils extern beschaffen. Im Wirtschaftsplan 2020 ist eine Kreditaufnahme von 5,6 Millionen Euro vorgesehen. Unter anderem muss heuer aufgrund strengerer gesetzlicher Auflagen ins Wassernetz und in die Kläranlage investiert werden. Zudem steht immer noch die Auslagerung des gemeindewerkseigenen Bauhofs vom Gesamtareal an der Forster Straße auf dem Zettel. Ob es tatsächlich zur Bauhoftrennung kommt, ist aber noch nicht endgültig entschieden.

Trotz der Fremdkapitalaufnahme ist die Bilanzstruktur der Werke gesund. Die Eigenkapitalquote lag Anfang 2019 bei 38,6 Prozent: „Wir haben Gegenwerte mit einem hohen Anlagevermögen“, er-klärt Haberl: „Die wirtschaftliche Lage der Werke ist gut und stabil.“ Das Ziel der KU-Chefin ist klar formuliert:„Wir müssen mehr verdienen, um die ‘Rigi Rutsch’n‘ finanzieren zu können und nicht abhängig von der Marktgemeinde sein zu müssen – sonst ist das Ersparte irgendwann weg.“

Presse: Weilheimer Tagblatt
Redakteur: Bernhard Jepsen

Eschenentfernung und Quellsanierung

Eschenentfernung und Quellsanierung

Im Januar 2020 soll im Naturschutzgebiet Eibenwald auf der Flurnummer 485/0, Gemarkung Forst eine Hiebsmaßnahme (Baumfällarbeiten) durchgeführt werden.

Diese Maßnahme ist mit der Naturschutzbehörde Weilheim abgesprochen und erfolgt aus zwei Gründen:

1. Entfernung von rund 20 Eschen entlang des Wanderweges: Die Esche leidet stark an einem Pilz (Hymenoscyphus fraxineus) dem „Falschen Weißen Stengelbecherchen“ Dieser verursacht das sogenannte „Eschentriebsterben“. Zunächst werden die frischen Triebe der Eschen befallen und trocknen ein. Dies verursacht das typische Erscheinungsbild in den Eschenkronen. In Folge der Pilzerkrankung kommt es dann häufig zu Hallimasch oder Eschenbastkäferbefall. Die Bäume sterben alle langsam ab. Eine Bekämpfung der Krankheit ist nicht möglich.

Da der Wanderweg stark frequentiert ist, ist es für die Allgemeinheit zu gefährlich die absterbenden Eschen zu belassen. Die Bäume wurden von Förstern des Amts für Ernährung Landwirtschaft und Forsten begutachtet und markiert. Ein geeigneter Unternehmer wird die Bäume im Januar umschneiden und abtransportieren. Es soll ausreichend Kronenmaterial im Wald verbleiben.

2. Sanierung der Quellfassung „Am Raffelbach“: Zur Erhaltung der hohen, gesetzlich geforderten Trinkwasserqualität sanieren die Gemeindewerke Peißenberg KU die Quellfassung. Hierzu werden im Radius von 20 m um die Quellfassung die Bäume entfernt und die Verjüngung auf den Stock gesetzt. Eine dort vorhandene Eibe soll zum Jahresende versetzt werden. Diese Maßnahmen sind Vorarbeiten zur geplanten Quellsanierung.

Neuer Leitungsbau in Paterzell

Neuer Leitungsbau in Paterzell

Vor über 100 Jahren wurde am 3. Oktober 1909 in einer Interessenversammlung beschlossen, eine Wasserversorgungseinrichtung für Peißenberg zu bauen. Rund drei Jahre später war es soweit: die Arbeiten an der Quellfassung und der Zubringerleitung begannen. Zur damaligen Zeit war das Verlegen der Leitung im Vergleich zu heute keine einfache Arbeit. Per Hand mussten die Gräben ausgehoben und die Leitungen verlegt werden. Für die damaligen französischen Kriegsgefangenen sowie einige Peißenberger Landwirte eine schweißtreibende Arbeit.  Als Rohrmaterial wurde Grauguss (DN 125) mit Stemmmuffenverbindung verwendet. Nach vier Jahren Bauzeit konnte schließlich im Dezember 1916 die Zubringerleitung, mit einer Länge von ca. 8 Kilometern, in Betrieb genommen werden.


Nachdem das Material aufgrund seines Alters vermehrt störungsanfällig war, wurde beschlossen, die Leitung zu modernisieren. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen wurde die Modernisierung zeitlich und planerisch an die Straßenerneuerungsmaßnahmen der Verbindungstraße Peißenberg – Paterzell (WM 29) des staatlichen Straßenbauamts Weilheim gekoppelt und mit der Planung dasselbe Ingenieurbüro beauftragt.


Um eine störungsfreie und reibungslose Versorgung zu gewährleisten werden neue Rohre, die dem Stand der Technik (Pe 100 RC) entsprechen, verlegt. Im ersten Schritt werden die Rohre durch Stumpfschweißen miteinander verbunden. Im zweiten Schritt folgt eine besondere Verlegungstechnik: die Rohre werden durch ein grabenloses Verlegeverfahren in das Erdreich eingebracht d.h. die Einbringung der Leitung erfolgt mit Hilfe des Horizontalspülbohrverfahrens (HDD). Diese Methode ist aus technischer Sicht ein äußerst innovatives Verfahren. Durch den geringen Eingriff in die Erdoberfläche entstehen nicht nur geringere Kosten auch der zeitliche Aspekt ist zu berücksichtigen. Dank der guten Bodenverhältnisse werden Bohrstrecken von bis zu 300 Metern am Stück realisiert.  Anschließend werden im dritten Schritt die Schieber und Hydranten eingesetzt sowie die Leitung durchgespült. Abschließend erfolgt in nächster Zeit die Inbetriebnahme der neuen Leitung.