Eschenentfernung und Quellsanierung

Eschenentfernung und Quellsanierung

Im Januar 2020 soll im Naturschutzgebiet Eibenwald auf der Flurnummer 485/0, Gemarkung Forst eine Hiebsmaßnahme (Baumfällarbeiten) durchgeführt werden.

Diese Maßnahme ist mit der Naturschutzbehörde Weilheim abgesprochen und erfolgt aus zwei Gründen:

1. Entfernung von rund 20 Eschen entlang des Wanderweges: Die Esche leidet stark an einem Pilz (Hymenoscyphus fraxineus) dem „Falschen Weißen Stengelbecherchen“ Dieser verursacht das sogenannte „Eschentriebsterben“. Zunächst werden die frischen Triebe der Eschen befallen und trocknen ein. Dies verursacht das typische Erscheinungsbild in den Eschenkronen. In Folge der Pilzerkrankung kommt es dann häufig zu Hallimasch oder Eschenbastkäferbefall. Die Bäume sterben alle langsam ab. Eine Bekämpfung der Krankheit ist nicht möglich.

Da der Wanderweg stark frequentiert ist, ist es für die Allgemeinheit zu gefährlich die absterbenden Eschen zu belassen. Die Bäume wurden von Förstern des Amts für Ernährung Landwirtschaft und Forsten begutachtet und markiert. Ein geeigneter Unternehmer wird die Bäume im Januar umschneiden und abtransportieren. Es soll ausreichend Kronenmaterial im Wald verbleiben.

2. Sanierung der Quellfassung „Am Raffelbach“: Zur Erhaltung der hohen, gesetzlich geforderten Trinkwasserqualität sanieren die Gemeindewerke Peißenberg KU die Quellfassung. Hierzu werden im Radius von 20 m um die Quellfassung die Bäume entfernt und die Verjüngung auf den Stock gesetzt. Eine dort vorhandene Eibe soll zum Jahresende versetzt werden. Diese Maßnahmen sind Vorarbeiten zur geplanten Quellsanierung.

Neuer Leitungsbau in Paterzell

Neuer Leitungsbau in Paterzell

Vor über 100 Jahren wurde am 3. Oktober 1909 in einer Interessenversammlung beschlossen, eine Wasserversorgungseinrichtung für Peißenberg zu bauen. Rund drei Jahre später war es soweit: die Arbeiten an der Quellfassung und der Zubringerleitung begannen. Zur damaligen Zeit war das Verlegen der Leitung im Vergleich zu heute keine einfache Arbeit. Per Hand mussten die Gräben ausgehoben und die Leitungen verlegt werden. Für die damaligen französischen Kriegsgefangenen sowie einige Peißenberger Landwirte eine schweißtreibende Arbeit.  Als Rohrmaterial wurde Grauguss (DN 125) mit Stemmmuffenverbindung verwendet. Nach vier Jahren Bauzeit konnte schließlich im Dezember 1916 die Zubringerleitung, mit einer Länge von ca. 8 Kilometern, in Betrieb genommen werden.

Nachdem das Material aufgrund seines Alters vermehrt störungsanfällig war, wurde beschlossen, die Leitung zu modernisieren. Aus Wirtschaftlichkeitsgründen wurde die Modernisierung zeitlich und planerisch an die Straßenerneuerungsmaßnahmen der Verbindungstraße Peißenberg – Paterzell (WM 29) des staatlichen Straßenbauamts Weilheim gekoppelt und mit der Planung dasselbe Ingenieurbüro beauftragt.

Um eine störungsfreie und reibungslose Versorgung zu gewährleisten werden neue Rohre, die dem Stand der Technik (Pe 100 RC) entsprechen, verlegt. Im ersten Schritt werden die Rohre durch Stumpfschweißen miteinander verbunden. Im zweiten Schritt folgt eine besondere Verlegungstechnik: die Rohre werden durch ein grabenloses Verlegeverfahren in das Erdreich eingebracht d.h. die Einbringung der Leitung erfolgt mit Hilfe des Horizontalspülbohrverfahrens (HDD). Diese Methode ist aus technischer Sicht ein äußerst innovatives Verfahren. Durch den geringen Eingriff in die Erdoberfläche entstehen nicht nur geringere Kosten auch der zeitliche Aspekt ist zu berücksichtigen. Dank der guten Bodenverhältnisse werden Bohrstrecken von bis zu 300 Metern am Stück realisiert.  Anschließend werden im dritten Schritt die Schieber und Hydranten eingesetzt sowie die Leitung durchgespült. Abschließend erfolgt in nächster Zeit die Inbetriebnahme der neuen Leitung.